Redispatch hält das Übertragungs- und Verteilnetz stabil, wenn Strom dort erzeugt wird, wo er nicht verbraucht werden kann. Dieser Beitrag erklärt das Verfahren und grenzt es von §14a ab.
Das Problem: Strom am falschen Ort
Strom wird zunehmend dort erzeugt – etwa Windkraft im Norden –, wo er nicht verbraucht wird. Reicht die Netzkapazität für den Transport nicht aus, entsteht ein Engpass. Redispatch löst ihn, indem die Einspeisung gezielt angepasst wird: vor dem Engpass herunter, dahinter herauf.
Was Redispatch 2.0 neu macht
Mit Redispatch 2.0 wurde das Verfahren ausgeweitet: Auch kleinere Anlagen und die Verteilnetzebene werden einbezogen, und das frühere Einspeisemanagement wurde integriert. Das macht den Datenaustausch zwischen vielen Beteiligten anspruchsvoller.
Die Rolle der Daten
Redispatch ist stark datengetrieben: Es braucht korrekte Stammdaten der Anlagen, belastbare Prognosen und einen funktionierenden Austausch zwischen Anlagenbetreibern, Netzbetreibern und Übertragungsnetzbetreibern. Fehlerhafte Daten führen zu falschen Eingriffen und Abrechnungsproblemen.
Der Unterschied zu §14a
Beide Instrumente dienen der Netzstabilität, setzen aber an unterschiedlichen Stellen an: Redispatch wirkt auf der Erzeugungsseite (Einspeisung anpassen), §14a auf der Verbrauchsseite (steuerbare Lasten dimmen). Zusammen bilden sie zwei Hebel gegen Netzengpässe.
Redispatch und §14a sind zwei Seiten derselben Medaille: Erzeugung und Verbrauch netzdienlich in Einklang bringen.
Das Wichtigste in Kürze
- Redispatch passt die Einspeisung an, um Netzengpässe zu vermeiden.
- Redispatch 2.0 bezieht auch kleinere Anlagen und das Verteilnetz ein.
- Es ist datengetrieben: Stammdaten, Prognosen und Echtzeitdaten.
- §14a wirkt auf der Verbrauchsseite, Redispatch auf der Erzeugungsseite.