Der Bilanzkreis ist ein zentrales, aber oft missverstandenes Konzept der Energiewirtschaft. Was dahintersteckt – ohne Fachchinesisch.
Was ist ein Bilanzkreis?
Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Energiemengenkonto. In ihm müssen sich Einspeisung (z. B. Beschaffung) und Entnahme (Verbrauch der Kunden) zu jedem Zeitpunkt ausgleichen – zumindest in der Planung. So bleibt das Gesamtsystem im Gleichgewicht.
Wer ist verantwortlich?
Der Bilanzkreisverantwortliche (BKV) führt den Bilanzkreis. Er meldet Fahrpläne, beschafft Energie und sorgt dafür, dass die Bilanz möglichst aufgeht.
Was passiert bei Abweichungen?
In der Realität weichen Verbrauch und Beschaffung immer etwas voneinander ab. Diese Differenz wird über Ausgleichsenergie verrechnet – zu einem Preis, der je nach Systemlage teuer werden kann. Deshalb lohnt sich eine gute Prognose.
Je genauer Beschaffung und Prognose, desto geringer die Ausgleichsenergie-Kosten.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Energiemengenkonto.
- Einspeisung und Entnahme müssen sich ausgleichen.
- Abweichungen werden über Ausgleichsenergie verrechnet.