Mit dem Rollout entsteht eine Flut an Messdaten. Das Meter Data Management bringt sie in Form. Dieser Beitrag erklärt, was MDM leistet und wie es sich ins Gesamtbild einfügt.
Was MDM leistet
Das Meter Data Management (MDM) ist das System bzw. der Prozess, der die Messdaten aus den Gateways und Zählern aufnimmt, prüft, verwaltet und den nachgelagerten Prozessen bereitstellt. Es macht aus rohen Messwerten verlässliche, abrechenbare Daten.
Die Kernschritte
| Schritt | Was passiert |
|---|---|
| Sammlung | Messwerte werden aus Gateways und Systemen erfasst. |
| Plausibilisierung | die Werte werden nach Regeln geprüft. |
| Ersatzwertbildung | bei Lücken werden regelkonform Ersatzwerte gebildet. |
| Bereitstellung | die Daten gehen an Abrechnung und Marktkommunikation. |
Das Zusammenspiel mit EDM
MDM und Energiedatenmanagement (EDM) sind eng verwandt: MDM ist stärker auf die Messdaten und den Rollout fokussiert, EDM auf die energiewirtschaftliche Verarbeitung (Lastgänge, Bilanzierung). In der Praxis greifen beide ineinander – sauberes MDM ist die Voraussetzung für verlässliches EDM.
Warum Automatisierung Pflicht wird
Ein intelligentes Messsystem liefert viertelstündliche Werte – ein Vielfaches gegenüber dem Jahreswert eines klassischen Zählers. Mit wachsender Gerätezahl ist manuelle Bearbeitung ausgeschlossen. Automatisiertes MDM ist damit die Grundlage für eine skalierbare Abrechnung.
MDM ist die Veredelungsstufe zwischen Zähler und Rechnung – ohne sie versinkt der Rollout in Daten.
Das Wichtigste in Kürze
- MDM erfasst, prüft, verwaltet und liefert Messdaten.
- Kernschritte: Sammlung, Plausibilisierung, Ersatzwerte, Bereitstellung.
- Es ist die Brücke zwischen Messung, EDM und Abrechnung.
- Mit dem Rollout steigt das Datenvolumen stark – Automatisierung ist Pflicht.