Strom aus Wind und Sonne wird zunehmend direkt am Markt verkauft statt fest vergütet. Wie die Direktvermarktung funktioniert.
Von der festen Vergütung zum Markt
Früher erhielten EEG-Anlagen eine feste Einspeisevergütung. Heute wird ihr Strom überwiegend direkt am Markt verkauft – über die Direktvermarktung. Eine Marktprämie gleicht die Differenz zum angestrebten Vergütungsniveau aus.
Wie es funktioniert
Ein Direktvermarkter verkauft den Strom der Anlagen an der Börse und übernimmt die damit verbundenen Aufgaben – von der Prognose über das Bilanzkreismanagement bis zur Vermarktung. Die Anlagenbetreiber erhalten den Markterlös plus Marktprämie.
Welche Rollen sind beteiligt?
- Anlagenbetreiber – stellt die Erzeugung bereit.
- Direktvermarkter – vermarktet den Strom und trägt das Bilanzkreisrisiko.
- Netzbetreiber – wickelt EEG- und Messprozesse ab.
Warum das wächst
Mit dem Ausbau der Erneuerbaren und neuen Anforderungen (z. B. Steuerbarkeit) gewinnt die Direktvermarktung an Bedeutung – auch für kleinere Anlagen.
Das Wichtigste in Kürze
- Strom aus EEG-Anlagen wird zunehmend direkt vermarktet.
- Die Marktprämie gleicht die Differenz zum Marktwert aus.
- Direktvermarkter bündeln Anlagen und übernehmen die Vermarktung.