MaBiS verbindet Messwerte mit der Bilanzkreiswelt. Dieser Beitrag erklärt, wie aus vielen Einzelwerten eine Bilanzkreisabrechnung wird – und wo Clearingfälle entstehen.
Worum es geht
Damit das Stromsystem im Gleichgewicht bleibt, müssen Einspeisung und Entnahme in Bilanzkreisen ausgeglichen sein. MaBiS regelt, wie die vielen einzelnen Messwerte und Profile zu bilanzkreisscharfen Summenzeitreihen aggregiert und abgerechnet werden.
Die beteiligten Rollen
| Rolle | Aufgabe in der MaBiS |
|---|---|
| Netzbetreiber | aggregiert die Werte seines Netzes und liefert Summenzeitreihen. |
| Bilanzkreisverantwortlicher (BKV) | verantwortet den Ausgleich seines Bilanzkreises. |
| Bilanzkoordinator (BIKO) | führt die Bilanzkreisabrechnung auf Übertragungsnetzebene. |
Der Ablauf in Kürze
Aus Lastgängen und Standardlastprofilen werden bilanzkreisscharfe Summenzeitreihen gebildet. Diese gehen in die Bilanzkreisabrechnung ein. Abweichungen zwischen Plan und Realität werden über Ausgleichsenergie verrechnet.
Wo Clearing entsteht
Stimmen die ausgetauschten Zeitreihen zwischen den Marktpartnern nicht überein, entsteht ein Klärfall. Saubere Datenqualität im Energiedatenmanagement ist deshalb die Voraussetzung für eine reibungslose MaBiS.
MaBiS ist die Brücke zwischen Messwert und Bilanzkreis – und damit ein zentraler Ort, an dem sich Datenqualität in Euro auszahlt.
Das Wichtigste in Kürze
- MaBiS = Marktregeln für die Bilanzkreisabrechnung Strom.
- Sie regeln, wie Zeitreihen zu Bilanzkreissummen aggregiert werden.
- Beteiligt: Netzbetreiber, BKV und Bilanzkoordinator (BIKO).
- Differenzen führen zu Clearing zwischen den Marktpartnern.